„Als ich 1995 hier in Competa mein Häuschen kaufte und in Deutschland alles aufgab, wollte ich eigentlich nur noch die Seele baumeln lassen und mich ausgiebig um meine 3 Hunde und die 6 Katzen kümmern, die das Abenteuer Spanien mit mir gewagt haben.
Aber bereits 6 Monate nach meinem Einzug wurde ich ziemlich brutal mit den Entsorgungsmethoden der hiesigen Tiere konfrontiert; auf einem netten Ausflug am Hafen von Malaga mit meinen Hunden, verbellten diese plötzlich einen Müllsack, als sie sich nicht wegrufen ließen und dort weiterhin aufgeregt um den Müllbeutel standen schaute ich nach und fand zu meinem Entsetzen 2 Welpen, zum Glück noch am Leben und relativ unversehrt.
Also einpacken, Notversorgung der Beiden und ab nach Hause, so war mit Stupsi und Adonis der Grundstein für meine weitere Arbeit dann gelegt und auf tierischen Zuwachs musste ich auch nicht lange warten, es sprach sich hier im Gebiet schnell herum dass hier eine "spleenige Tierfreundin" wohnt...
Leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt aber keinerlei Kontakte um für die wachsende Zahl der Findelkinder auch geeignete neue Menschen zu finden und so ging ich auf die Suche und lernte entsprechende Menschen kennen die mich unterstützten...“
Dieses berichtet Yera Halabi, die Begründerin der Tierhilfe Aktiv Costa del Sol (TAC), über die Entstehungsgeschichte unserer kleinen privaten Organisation, die inzwischen auch in Deutschland von sehr engagierten Menschen tatkräftig unterstützt wird.
Wie unser Name schon verrät, liegt uns besonders die aktive Hilfe für notleidende Tiere am Herzen; wir nehmen ausgesetzte, misshandelte und verletzte Tiere auf, lassen sie ärztlich versorgen, impfen, kastrieren und suchen ihnen ein neues Zuhause.
Wir streben an, dass unsere Bemühungen die wildlebenden Katzen zu kastrieren und an ihren Lebensplätzen zu versorgen, auch die Zustimmung der Gemeinden und Anwohner findet und diese Tiere dort von "Säuberungsaktionen" verschont bleiben.
Wir wollen verhindern, dass die städtischen Perreras weiterhin nur Tötungsanstalten sind. Wir möchten, dass dort eine effektive Tierhaltung betrieben, die Tiere ausreichend Futter, sauberes Trinkwasser sowie tierärztliche Versorgung erhalten. Die Hunde sollen Freilauf- und Spielmöglichkeiten bekommen.
Umfassende Aufklärung an Schulen, Plakataktionen usw. sollen Tierhalter über die Notwendigkeit von Kastrationen informiert, um so weiteres Tierelend durch Überpopulation von verwilderten Katzen und Hunden weitgehend abzustellen.